Ein besonders akutes Problem, das viele unserer Mitglieder betrifft, ist die Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Elternschaft. Daher freuen wir uns, 2024 nicht nur die gemeinsame Erklärung des Bündnisses für Mutterschutz für Selbstständige unterzeichnet zu haben, sondern auch, dass sich unsere Vorständinnen Juliane Herrmann und Natalia Carstens aktiv im Bündnis engagieren.
Das Bündnis setzt ein klares Statement für die Verbesserung der Situation selbstständiger Mütter.
Die Notwendigkeit eines verbesserten Mutterschutzes
Laut dem Mikrozensus von 2021 sind Frauen mit nur 33,2 % in der Selbstständigkeit stark unterrepräsentiert. Viele potenzielle wirtschaftliche Chancen bleiben ungenutzt, da die strukturellen Rahmenbedingungen eine Schwangerschaft in der Selbstständigkeit zu einem unkalkulierbaren Risiko machen. Dies gilt insbesondere für unsere Mitglieder, die oft als soloselbstständige Freiberufler*innen tätig sind. Sie benötigen dringend einen verbesserten Mutterschutz, der ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigt.
„Wir unterschreiben, weil die Benachteiligung selbstständiger Fotograf*innen immer noch auf allen Ebenen spürbar ist. Besonders betroffen und vulnerabel sind dabei die Mütter in unseren Reihen. Neben einem gesellschaftlichen Wandel bedarf es nun auch politischer Veränderungen damit der Mutterschutz für Selbstständige gerechter wird.“
Juliane Herrmann
Fazit
Die Unterstützung des Bündnisses für Mutterschutz ist ein wichtiger Schritt in unserem kontinuierlichen Einsatz für mehr Gleichberechtigung und bessere Arbeitsbedingungen für Fotograf*innen. Wir hoffen, dass durch diese Initiative mehr Bewusstsein geschaffen und konkrete politische Veränderungen angestoßen werden.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass eine Schwangerschaft und Elternschaft in der Selbstständigkeit eine gerechte und gut abgesicherte Lebensphase wird.
