Untersucht wurden 72 Magazine, inklusive einiger Sonderausgaben, die im Jahr 2022 insgesamt 928 Titelausgaben veröffentlicht haben. Davon lag der Anteil der von Fotografinnen und Illustratorinnen gestalteten Cover bei nur 25 Prozent, der der männlichen Kollegen hingegen bei 54 Prozent. Die übrigen 21 Prozent entfallen auf gemischte Teams, nicht genau zuordenbare Credits oder Agenturcredits ohne Nennung von Urheber*innen.
Im Vergleich zu der im Jahr 2019 durchgeführten Erhebung durch Datenteams von DER SPIEGEL und dem DJV Hamburg lassen sich durchaus positive Entwicklungen erkennen: Damals lag der Anteil der Fotografinnen und Illustratorinnen noch bei 14 Prozent und der der männlichen Kollegen bei 63 Prozent. Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass sich die Daten von 2019 aufgrund der geringeren Anzahl und unterschiedlichen Magazintitel nur bedingt mit den Daten von 2022 vergleichen lassen. Die Auswertung zeigt lediglich Tendenzen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Wie wir vorgegangen sind:
Um einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Zeitschriftenlandschaft zu erhalten, haben FEMALE PHOTOCLUB, FREELENS und der DJV Nord Magazine aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Gattungen ausgewählt. Diese wurden dann in die Kategorien Food & Health, Fotografie, Kunst | Kultur | Design, Lifestyle & Fashion, Reportage & Travel, Special Interest, Sport, Unterhaltung, Zeitgeschehen & Wirtschaft sowie Corporate Magazine eingeteilt. An der Erhebung der Magazindaten waren insgesamt neun Personen an verschie- denen Standorten in Deutschland beteiligt. Erfasst wurden die jeweiligen Credits der Cover, welche angeben, von wem das Foto oder die Illustration auf der Titelseite stammt. Gab es mehrere Urheber*innen, so wurden diese einzeln gezählt.
Jeder Credit wurde dann einer der folgenden Kategorien zugeordnet:
• Frauen: Im Credit wurde eine Frau genannt (inkludiert non-binäre Personen).
• Frauen-Männer-Teams: Im Credit wurde ein Team aus einer Frau und einem Mann genannt, die an der Erstellung des Covers gemeinsam beteiligt waren.
• Männer: Im Credit wurde ein Mann genannt.
• Unbekannt: Im Credit wurde keine eindeutig zuordenbare Person benannt, sondern z.B. nur eine Fotoagentur, das Magazin selbst oder ein Künstler*innenname. Auch die Fälle ohne jede Angabe eines Cover-Credits sind in dieser Kategorie enthalten.
Von den insgesamt 928 ausgewerteten Magazintiteln wurden 1077 Credits erfasst, da diese teilweise auch aus Kombinationen mehrerer Fotografien und Illustrationen sowie aus Fotograf*innen- und Illustrator*innen-Teams bestanden.
Die Auswertung wurde juristisch vom DJV Nord begleitet.



