Engagement

Glossar

Hier haben wir Wörter gesammelt und erklärt, die in unseren Texten, Veröffentlichungen und Artikeln eine Rolle spielen.

Definition:
Der Gender Pay Gap bezeichnet die geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen cis-männlichen Beschäftigten und FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre, trans- und agender Menschen). Diese Lohnlücke kann sich auf das durchschnittliche Einkommen, die Honorare oder projektbezogene Vergütung beziehen und ist Ausdruck struktureller Diskriminierung.

In der Fotografie zeigt sich der Gender Pay Gap unter anderem in:

  • Unterschiedlichen Tagessätzen für FLINTA*-Fotograf*innen trotz vergleichbarer Erfahrung

  • Weniger hoch dotierten Aufträgen oder Kampagnen für FLINTA*-Personen

  • Geringerer Bezahlung bei redaktionellen Beiträgen, z. B. in Magazinen oder Zeitungen

  • Selbstausbeutung durch unbezahlte Sichtbarkeitsarbeit, z. B. für Wettbewerbe oder Ausstellungen
  • Allgemein weniger Einkommen als selbstständige FLINTA*-Person bspw. durch unbezahlte Care-Arbeit oder fehlende Mutterschutzleistungen (mit Mutterschutz ist hier der Schutz und die Unterstützung aller  sorgenden Elternteile gemeint)

Statistik:

Gleichstellung / Gleichberechtigung

Definition:
Missstände bezeichnen strukturelle Ungleichheiten, diskriminierende Praktiken und unfaire Bedingungen, die insbesondere marginalisierte Gruppen betreffen. Im feministischen Kontext geht es dabei um die systematische Benachteiligung von FLINTA*-Personen.

Bezug zur Fotobranche:
In der Fotografie äußern sich Missstände beispielsweise in der ungleichen Sichtbarkeit, Bezahlung und Anerkennung von FLINTA*-Fotograf*innen. Häufig werden ihre Perspektiven nicht ernst genommen, sie sind weniger sichtbar und ihre Zugänge zu Ressourcen, Aufträgen oder Netzwerken beschränkt. Zudem sind viele Wettbewerbe, Ausstellungen, Galerien, Repräsentanzen und Führungspositionen in der Branche weiterhin cis-männlich dominiert.

Beispiele:

  • Geringere Honorare und schlechtere Vertragsbedingungen für FLINTA*-Fotograf*innen

  • Weniger Einkommen bspw. durch unbezahlte Care-Arbeit oder fehlende Mutterschutzleistungen (mit Mutterschutz ist hier der Schutz und die Unterstützung aller  sorgenden Elternteile gemeint)

  • Mangelnde Repräsentation in Galerien, Magazinen oder Jurys

  • Sexistische oder transfeindliche Arbeitsumfelder

  • Unsichtbarmachung feministischer oder queerer Bildsprache in der Mainstream-Fotografie

Statistiken:


Ziel der Thematisierung:

Das Sichtbarmachen dieser Missstände ist ein feministischer Akt der Kritik und ein Aufruf zur Veränderung. Es geht darum, diskriminierende Strukturen aufzudecken, FLINTA*-Perspektiven zu stärken und für eine gerechtere, vielfältigere und inklusivere Branche einzutreten.