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Aktionswoche Mutterschutz für Alle!

Am 9. & 10. Oktober 2025 fanden in Berlin zwei Events zur Aktionswoche "Mutterschutz für Alle!" statt

Als Partner des Bündnisses Mutterschutz für Selbstständige waren wir mit der Ausstellung "Zwischen Auftrag und Elternschaft" dabei

Freiberuflich sein und Mutter werden – ein Balanceakt, der viele FLINTA* Personen herausfordert. Mit unserer Ausstellung “Zwischen Auftrag und Elternschaft” möchten wir auf die Situation selbstständiger, werdender Eltern aufmerksam machen. Ein Ausstellungsprojekt für mehr Sichtbarkeit, Solidarität und Unterstützung.

Nach einem club-internen Open Call, bei dem unsere Mitglieder aufgerufen wurden ihre Einzelbilder und Serien zum Thema Mutterschutz und Selbstständigkeit einzureichen, wurden nach einer Jury-Sitzung mit Prof. Katharina Bosse, Toyah Diebel und dem Vorstand des FPC neun Fotograf*innen und ihre Arbeiten ausgewählt. 

Ausstellung des Female Photoclub beim Community-Event des Mutterschutz für Alle! e.V., im Smartville, Berlin

Beim parlamentarischen Frühstück und – einen Tag später – beim Community-Event für eine breite Öffentlichkeit wurde die Ausstellung erstmalig gezeigt. Die Arbeiten eröffnen vielfältige Perspektiven auf die prekären Bedingungen, die entstehen, wenn grundlegende soziale Absicherungen fehlen. 

Im Zentrum der Ausstellung steht dabei die Forderung nach mehr Gerechtigkeit: flexible Regelungen bei der Berechnung von Mutterschutzleistungen und Elterngeld, eine Neubewertung finanzieller Unterstützungen und die Anerkennung der besonderen Situation von Selbstständigen. Die ausgewählten Arbeiten verdeutlichen eindrücklich, wie groß der Handlungsbedarf ist und wie wichtig es ist, die Stimmen derjenigen ernst zu nehmen, die zwischen Selbstständigkeit und Familie balancieren.

Im Rahmen der Aktionswoche stand zunächst ganz konkret der Mutterschutz für Selbstständige im Mittelpunkt. Für die meisten Selbstständigen ist ein vergleichbarer Schutz bislang nicht gegeben; über die Künstlersozialkasse versicherte Personen bilden hier eine Ausnahme. 

Zugleich ist in der Aktionswoche deutlich geworden, dass sich politisch etwas bewegt: Beim parlamentarischen Frühstück in Berlin diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über das Forderungspapier des Bündnisses „Mutterschutz für Selbstständige“. Aus allen Fraktionen kamen Signale der Unterstützung, die bestehende Regelungslücke wurde parteiübergreifend als weder zeitgemäß noch gerecht benannt. Die Bundesregierung hat angekündigt, noch in dieser Legislaturperiode an einer Lösung zu arbeiten und gemeinsam mit den zuständigen Ministerien konkrete Modelle zu erarbeiten. Nach Jahren des Stillstands steht der Mutterschutz für selbstständig arbeitende FLINTA*-Personen damit erstmals sichtbar auf der politischen Agenda.

Gruppenfoto zur Enthüllung der Justitia ohne Mutterschutz, Aktion des Bündnisses Mutterschutz für Selbstständige vor dem Bundestag in Berlin

Gruppenfoto beim Community-Event des Mutterschutzes für Alle! e.V., im Smartville, Berlin

Impressionen

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Ausstellungsteilnehmende
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