Am Freitag, den 07. November 2025, eröffneten der Female Photoclub und die tschechischen Sisters in Photography in Chemnitz die Ausstellung TRACE OF US. Es fanden zahlreiche Besucher*innen den Weg zur Vernissage und feierten gemeinsam mit den Künstler*innen den Höhepunkt des deutsch-tschechischen Projekts, das Identität, Herkunft und Erinnerung in den Mittelpunkt stellt.
Die Ausstellung im Garagen-Campus, einem Ort der Umnutzung und Erneuerung, macht spürbar, wie stark die präsentierten Arbeiten persönliche Geschichten mit den gesellschaftlichen Umbrüchen nach 1989 verweben. Zwischen Ost und West, Heimat und Migration, Erinnerung und Gegenwart zeigte sich ein intensiver Dialog der Perspektiven, verbunden durch die Frage, wie sich politische Veränderungen in Körper, Biografien und über Generationen weitergegebenen Rollen einschreiben.
Chemnitz, eine Stadt im Wandel und Europäische Kulturhauptstadt 2025, bot dafür den passenden Resonanzraum. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, mit den Künstler*innen ins Gespräch zu kommen, und teilten eigene Erinnerungen und Erfahrungen. Die Ausstellung zeigte sich nicht nur als visuelles Erlebnis, sondern auch als lebendiger Ort des Austauschs über kollektive Geschichte und individuelle Spurensuche.
Danksagung
Neben unseren Sponsoren und Förderern gilt ein großes Dankeschön dem Team des Garagen-Campus für ihre Unterstützung und Flexibilität. Besonderer Dank geht auch an Kateřina Sýsová und Juliane Herrmann für ihre engagierte Projektleitung und unermüdliche Koordination.



Rahmenprogramm
Am 08. November fand zudem ein vielseitiges Rahmenprogramm im Garagen-Campus statt.
Mit einer Matinee, die von einer Keynote von Christin Müller (DGPh / freie Kuratorin und Autorin, Leipzig) eingeleitet wurde, begann der Tag mit einer vielschichtigen theoretischen Annäherung an die Themen der Ausstellung. Im anschließenden Gespräch mit den Kuratorinnen Sandy Becker und Anna Crhová, sowie den Künstlerinnen und Initiatorinnen Kateřina Sýsová und Juliane Herrmann wurden Fragen zu Erinnerungskultur, postsozialistischen Narrativen und fotografischer Verantwortung vertieft.
Im Anschluss folgten zahlreiche Besucher*innen der Führung durch die Ausstellung. Gemeinsam mit anwesenden Künstler*innen eröffneten die Kuratorinnen Einblicke in Entstehungsprozesse, Recherchewege und persönliche Motivationen hinter den Arbeiten.
Das Screening des Filmes „Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte“ über die tschechische Fotografin Libuše Jarcovjáková bildete den abendlichen Abschluss. Das Publikum verfolgte die eindrucksvolle künstlerische und persönliche Lebensgeschichte Jarcovjákovás in der tschechischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln – ein eindringlicher Blick auf queere Biografien, Selbstbehauptung und fotografische Freiheit.
Finissage am 22.11.2025, ab 17 Uhr
Die Ausstellung kann noch bis zum 23.11.2025 besucht werden.
Zu einer Abschlussveranstaltung mit Führung wird bereits am Samstag, dem 22.11.2025, um 17 Uhr eingeladen.
































