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Rebecca Rütten

QUARANTAINMENT
Inspiriert durch diesen massiven Einschnitt, die Selbst-Isolation und soziale Distanz, wurde Kreativität zu meiner Waffe gegen die Ohnmacht. Ich reagierte in einer Zeit des angewiesenen Nichtstuns mit doppelter Produktivität und beschäftigte mich mit der Frage: Wie fotografiert man einen gesellschaftlichen Einschnitt? Spoiler: mit Toastbrot.

Als kreatives Experiment gab ich einen großen Teil meiner Kontrolle an das Internet ab und gab zwei Wochen lang meinen Followern die Option, mir kreative Aufgaben zu stellen. Dabei ging es darum, aus dem Alltag zu Hause Kunst zu machen. Sie erfanden den Titel für das Projekt, sie diktierten mir neue corona-relevante Motive für Stillleben und interpretierten die Bilder: Installationen, die den Besitz von Klopapier zur Schau stellen, lösen bei den Betrachtern Gefühle zwischen Sicherheit und Eifersucht aus. Bilder von feuchten Händen, die vorher noch als etwas Sexuelles empfunden wurden, entwickeln im Lockdown eine neue Bedeutung: die Erinnerung daran, sich die Hände zu waschen.  Meine Arbeit benennt kollektive Warenfetische für alles im Supermarkt vergriffene.

Fotografin

Rebecca Rütten

Kurzbiografie

Rebecca Rütten, geboren 1991 in Köln, studierte Kommunikationsdesign BA mit dem Schwerpunkt Fotografie und Film an der HAW Hamburg in Deutschland und der California State University in Long Beach (USA). Ihre persönlichen Arbeit beschäftigen sich häufig mit den Themen Identität und Gesellschaft. Hier vermischt sie Porträt, Journalismus und Konzeptkunst, und liebt es sich an der Ironie des Lebens zu bedienen um Menschen mit einer Prise Humor für vielschichtige Themen zu sensibilisieren.

Stadt

Hamburg und Berlin